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06. Sep, 2022 22:14 CEST by Florian Reck

Lineare Rampe

Sägezahnbeispiel
SägezahnbeispielSägezahnbeispiel In manchen Fällen (Zeilenablenkung Bildröhre, Erzeugung von PWM, etc.) wird eine möglichst lineare Rampe (aka Sägezahn) benötigt. Der Aufbau der Schaltung funktioniert wie folgt: der JFET J1 bildet mit dem Widerstand R1 gemeinsam eine Konstantstromquelle und läd damit den Kondensator C2 mit konstantem Strom. Wird ein Kondensator mit konstantem Strom geladen, steigt seine Spannung linear an. Sobald der Treshold-Wert des Spannungsteilers des NE555 erreicht ist, wird der Kondensator über den Discharge-Ausgang entladen. Schaltung Sägezahngenerator

Die Dreieckspannung kann direkt am oberen Anschluss vom Kondensator C2 entnommen werden, allerdings sollte dabei darauf geachtet werden, möglichst hochohmig zu arbeiten, da niederohmiges Entnehmen das Dreickeck verzerrt. Komperatoren-Eingänge können in der Regel problemlos direkt angefahren werden. Der Ladestrom hängt vom verwendeten FET der Konstantstromquelle und den Widerstand R1 ab:

I = U(gs) / R

Beim BF245A liegt die Gate-Source-Spannung U(gs) laut Datenblatt zwischen -0.4 und -2.2 Volt, zusammen mit dem 1k-Widerstand aus dem Schaltungsbeispiel ergibt sich ein Strom von etwa 1mA. Bei einem Keramikkondensator von 1nF schwingt die Schaltung bei etwa 100kHz. Wird eine festgelegte, exakte Frequenz benötigt, muss also für R1 ein Spindelpoti oder ähnliches verwendet werden.

Kapazität eines Kondensators:       C = I*t / U
Spannungsteiler NE555:              U(thres) = 2/3 * U(b)
Oszillationsfrequenz der Schaltung: f = I / ( 2/3 * C * U(b) )

Da die Frequenz unter anderem auch von der Betriebsspannung abhänging ist, sollte darauf geachtet werden, dass diese möglichst stabil ist.